Erstellt mit freundlicher Unterstützung des Grazer Frettchenvereins

Fellpflege

 

Da Frettchen sehr reinliche Tiere sind, ist keine besondere Fellpflege nötig. Allerdings sollte während des Fellwechsels im Frühling und im Herbst das Fell mit einer weichen Bürste von abgestorbenen Haaren befreit werden. Zum einen tut den Frettchen die sanfte Massage gut, zum anderen beseitigt man dadurch auch die losen und lästigen Haare und regt gleichzeitig den Fellwuchs an.

 

Baden

 

Sollte man ein Frettchen doch einmal wegen starker Verschmutzung oder  verklebtem Fell baden müssen, so sind dafür spezielle Frettchenshampoos am besten geeignet. Dieses duftet für Menschen angenehm und die Frettchen fühlen sich durch den Geruch nicht so sehr belästigt, wie durch normales Menschenshampoo.

Baden sollte man Frettchen nur, wenn es vom Tierarzt verschrieben wurde oder es durch eine extrem starke Verschmutzung des Fells nötig ist. Gerade wenn ein Parasitenbefall vorliegt, kann man das Frettchen mit lauwarmen Wasser und einem speziellem Parasitenshampoo baden. Ansonsten ist dieses Prozedere für die meisten Tiere nur stressig.

Der Glaube, dass Frettchen bei häufigem Baden ihren Eigengeruch verlieren, ist völlig falsch. Da sich die Tiere nach einem Vollbad nicht mehr selbst riechen können, fühlen sie sich auch nicht mehr wohl in ihrer “neuen Haut”. Aus diesem Grund beginnt ihr Körper, noch mehr Talg zu produzieren, um die natürliche Fettschutzschicht der Haut wieder herzustellen. Badet man die Frettchen immer und immer wieder um dem entgegenzuwirken, zerstört dies sogar die körpereigene Schutzschicht und macht es somit anfälliger für Krankheiten aller Art.

 

Ohren putzen

Wichtig ist die regelmäßige Ohrenpflege. Schmutzige Frettchenohren sind braun, gelblich und könne dünne bis dicke Krusten aufweisen.

In Abständen von ca. 3-4 Wochen sollten die Ohrmuscheln mit einem in milden Ohrreiniger (Tierarzt oder Zoofachhandel) getränktes Wattestäbchen vorsichtig gereinigt werden. Wichtig ist aber, dass man nicht zu tief in die Ohren “stochert” und so womöglich das Innenohr verletzt. Am besten lässt man sich zu Beginn von einem Fachmann (Tierarzt oder Frettchenverein) das Ohrenputzen zeigen.

Werden die Ohren nur selten oder überhaupt nicht geputzt, können sich mit der Zeit lästige Ohrmilben bilden, die zu starkem Juckreiz führen. Das Frettchen leidet sehr unter diesen lästigen Parasiten und sollte spätestens jetzt zum Tierarzt gebracht werden, um die Quälgeister wieder los zu werden. Diese Behandlung dauert ca. 10-12 Tage, in denen dem Frettchen die Ohren mehrmals mit einem speziellen Milbenmittel eingetropft werden. Werden die Milben im Frettchenohr von einem nachlässigen Halter ignoriert und nicht behandelt, kann es bis zu einer gefährlichen Hirnhautentzündung kommen und weiter zum qualvollen Tod des Tieres führen

 

Krallen schneiden

 

 

Zum Knipsen selbst kann ein gewöhnlicher Nagelzwicker verwendet werden, im Fachhandel gibt es aber auch spezielle Krallenzwickzangen zu kaufen, die gerade für Anfänger einfacher zu handhaben sind. Am besten lässt man sich das Krallenkürzen, genau so wie das Ohrreinigen, von einem Fachmann zeigen.

Krallen zwicken

Je nach Bedarf müssen die Krallen gekürzt werden. Da Frettchen hornfarbige Krallen haben, sieht man den Blutverlauf in der Kralle meist sehr gut.

Die Krallen sollten ca. zwei Millimeter vor dem Blutkanal abgeknipst werden. Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass nicht zu knapp am Blutkanal geschnitten wird, um eine schmerzhafte Verletzung zu vermeiden. Wird einem Frettchen doch einmal zu tief in die Kralle geschnitten, wird es sich das lange Zeit merken und man hat bei den kommenden Krallenschneideterminen viel Mühe, das Frettchen wieder ruhig zu bekommen.

 

Eine Entwurmung sollte nur dann vorgenommen werden, wenn eine Kotprobe positiv auf Würmer getestet wurde. Den empfindlichen Darmtrakt der Frettchen sollte man nicht unnötig mit einer Chemiebombe belasten. Deshalb lieber öfter den Kot untersuchen lassen, als den Frettchen Chemie zu geben. Wir Menschen nehmen ja auch nicht nur auf Verdacht hin Antibiotika.

 

Entwurmen

Frettchen sind sehr resistent gegen Wurmbefall. Da ihr Verdauung sehr schnell abläuft (in 3 Stunden), können sich Würmer nur sehr schlecht im Frettchendarm einnisten. Sollten Frettchen öfters in einem Wald spazieren gehen, sollte darauf geachtet werden, dass sie nicht an Pilze oder Tierkot gehen und daran rumschnüffeln oder schlecken. Damit verringert sich die Gefahr, Würmer aufzunehmen.

Eine Entwurmung sollte nur dann vorgenommen werden, wenn eine Kotprobe positiv auf Würmer getestet wurde. Den empfindlichen Darmtrakt der Frettchen sollte man nicht unnötig mit einer Chemiebombe belasten. Deshalb lieber öfter den Kot untersuchen lassen, als den Frettchen Chemie zu geben. Wir Menschen nehmen ja auch nicht nur auf Verdacht hin Antibiotika.