Ernährung

Grundregeln beim Futtereinkauf

Allgemeines:

Frettchen gehören zu den Carnivoren, d.h sie sind reine Fleischfresser. Ihr Magen/ Verdauungssystem ist somit lediglich auf die Verwertung von Fleisch und tierischen Produkten ausgerichtet und pflanzliche Bestandteile werden fast komplett unverdaut wieder ausgeschieden.

Daraus resultiert eine Ernährungsregel, die bei mind. 80% tierischen Proteinen aus Fleisch (und ggf Fisch) und nur 20% Getreide liegt.

Was beim Kauf von hochwertigem Frettchentrocken- und Nassfutter zu beachten ist, erfahrt ihr hier.



Trockenfutter:


Nicht jedes Futter, auf dem ein Frettchen abgebildet ist, ist auch wirklich für Marderartige geeignet. Es ist daher wichtig die genauen Bestandteile des Futters zu überprüfen und die Etiketten sorgfältig zu lesen.

Der erste Überblick:

Die Reihenfolge der aufgeführten Inhaltstoffe besagt schon viel über die Zusammensetzung des Futters aus.
1.) An erster Stelle sollte daher immer Fleisch stehen. Futter, auf dem direkt zu Anfang Getreide oder Gemüse aufgeführt wird, ist gänzlich ungeeignet für Frettchen.

2)Oftmals findet man jedoch die Aussage: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse vor.
Was heißt das?

Tierische Nebenerzeugnisse sind im Prinzip nichts anderes, wie Restprodukte.
(Man unterscheidet bei Schlachttieren Fleisch (Muskelfleisch, Binde-/ und Sehnengewebe, Schleimhäute und Fettgewebe) und Nebenerzeugnisse (Innereien, Knochen, Knorpel, Blut, aber auch Abfälle wie Federn, Hufe, Haare und Schnäbel). Der erste Teil der Nebenerzeugnisse ist jedoch keineswegs schlecht oder ungesund. In Knochen ist beispielsweise viel Calcium enthalten, was wichtig für unsere Frettchen ist. Stehen die Nebenerzeugnisse also in passendem Verhältnis zu den „wirklichen“ Fleischanteilen, ist das nicht dramatisch. Hauptsächlich schlecht verwertbare Proteine (also zuviel Nebenerzeugnisse und zu wenig Fleisch) ergeben demnach aber ein minderwertiges Futter und führen zu Mangelerscheinungen. Leider ist die Aufsplittung der Zusammensetzung oft nicht genannt, was die Erkennung von gutem Futter erschwert.


3.)Fleischmehl:

Dieser Inhaltstoff sollte möglichst gut deklariert und wenn auffindbar, unmittelbar nach der Angabe „Fleisch“ zu finden sein. Geflügelfleischmehl z.B sagt aus, dass zwar auch Nebenprodukte wie Knochen, Haare, usw verwendet wurden, dass aber der Hauptbestandteil des Mehls aus richtigem Fleisch hergestellt wurde. Ein Mehl aus reinen Nebenerzeugnissen würde nur als Geflügelmehl oder Fleischmehl betitelt werden.

Inhaltsstoffe:
Folgende Richtwerte sollten ausserdem eingehalten werden:

*min 30% Protein
*min 20% Fett (beides aus tierischer Herkunft)


Achtung:
Meist wird bei dieser Angabe nur das Gesamtprotein (Rohprotein) und das Gesamtfett (Rohfett) angegeben, welches aus tierischen und pflanzlichen Bestandteilen besteht. An dieser Stelle ist es wichtig, auf den tierischen Eiweisanteil zu achten. Manche Hersteller geben diesen Wert auch an (direkt auf der Verpackung oder im Internet. Sollte dies nicht der Fall sein, kann man ihn meist auch per Email erfragen.) Der Eiweisanteil gibt dabei an, zu welchem Prozentsatz tierische Bestandteile in der Angabe enthalten sind.

Bsp:
TotallyFerret Active:
Rohprotein 36,0 % (davon mindestens 89 % tierisches Protein) = 32,04% tierischer Proteinanteil vom Gesamtprotein => 3,96% pflanzliche Bestandteile

*max. 2% Rohfaser
*7-8% Rohasche



Das absolute NoGo:
Zucker, Karamell, Sojaprodukte, Maissirup und Salz dürfen auf keinen Fall im Futter enthalten sein. Sie werden zwar als „süße Geschmacksverstärker“ gerne verwendet, schaden aber den Zähnen und können Diabetes hervorrufen.


Nassfutter:

Ein Großteil der Richtlinien, die für das Trockenfutter gelten, lassen sich auch auf Nassfutter übertragen.

*Fleischanteil besonders hoch (an erster Stelle aufgeführt)
*Fleischmehl deklariert
*wenige bis gar keine pflanzlichen Nebenerzeugnisse
*keine Appetitanreger/ Geschmacksverstärker wie Salz, Zucker, Soja,…


Wichtig hierbei ist, dass man darauf achtet, ob es sich um ein Ergänzungs-/ oder ein Alleinfuttermittel handelt. Alleinfuttermittel sind zusätzlich mit wichtigen Vitaminen, Nährstoffen und Aminosäuren bestückt, welche wichtig für die Vitalität und Gesundheit der Kobolde sind. Man sollte also darauf achten, dass ein Ergänzungsfuttermittel immer nur zeitweise und nicht als Hauptfutter verwendet wird.

Zusammensetzung:


*mind. 9% Rohprotein
*mind. 5% Rohfett
*max. 0,5% Rohfaser
*max. 2% Rohasche

Möglichst viel Taurin


Tip: An der Futteremfehlung/ Tagesempfehlung der jeweiligen Dose (In Kombination mit den oben genannten Richtlinen), lassen sich gut Rückschlüsse auf die Hochwertigkeit des Produktes ziehen. Umso niedriger die Tagesempfehlung, desto besser die Qualität. (wenig Futter reicht aus um den Nährstoffbedarf des Tages abzudecken<)

 

Meine Persönliche Speiseliste für die Wusels setzt sich wie folgt zusammen:

Ferret Trestic

Carny

Frischfleisch wie Mägen Herzen vom Huhn, Rind

Pferde, Hasen und Putenfleisch

Wachteln bzw Wachteleier

Ab und zu Katzenmilch verdünnt weil sie es mögen grins und die Lekkerlis nicht zu vergessen

Diverse Zusatzstoffe wie Bierhefe, Dorschlebertran; Taurin, Biotin Vitamine natürlich auch Ei, Olivenöl